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Wertschöpfung im Dorf

Wertschöpfung im Dorf – Gutscheinaktion Hohentaler 2016

Die Geschichte vom Tausend-Euro Schein 

Beim Aufräumen fand der Wirt eines Dorfrestaurants eines Tages eine 1000 EURO Note in der Gaststube. Da er ein ehrlicher Mann war, beschloss er, das Geld zu verwahren, bis sich der rechtmässige Eigentümer melden würde. Monate zogen ins Land und das Geschäft ging mehr schlecht als recht. Vor dem Geburtstag seiner Frau entschied der Wirt, dass er die nie abgeholte 1000er Note nun wohl verwenden könne, um ein schönes Geschenk zu kaufen. Er gab das Geld dem Schneider im Ort, der dafür genau einen solchen Mantel anfertigte, wie ihn die Wirtsfrau einst in einem teuren Laden in der Stadt so bewundert hatte. Dem Schneider kamen die tausend EURO gerade recht, denn diesen Betrag wollte der Maler von ihm, um seine Wohnung neu zu streichen. Der Maler wiederum richtete mit dem Schein die Hochzeit seiner Tochter in dem Dorfrestaurant aus.

Wenig später fuhr der Wirt in die Stadt, wo er den wieder zu ihm zurück gekehrten 1000 EURO Schein zur Bank bringen wollte, auf dass das Geld Zinsen trage. Doch die Dame am Schalter lachte ihn aus: „Ja wissen Sie denn nicht, dass es keinen höheren als den 500 EURO Schein gibt? Da hat sich jemand einen üblen Scherz mit Ihnen erlaubt!“

Der Wirt zerriss den wertlosen Fetzen Papier und kehrte betrübt in das Dorf zurück. Doch seine Frau grinste: „Was schaust du denn so traurig? Ich jedenfalls freue mich sehr über meinen Mantel. Der Schneider war erst gestern hier und war begeistert, wie schön seine Wohnung nun wieder sei. Und der Maler ist mit seiner Tochter jetzt gerade unten in der Gaststube, um dir für die wundervolle Hochzeitsfeier zu danken!“

Diese hübsche Geschichte, in der am Ende alle dazu gewonnen haben, zeigt sehr anschaulich, dass Geld keinen Wert an sich darstellt, sondern lediglich eine Tauschhilfe ist. Es kann nicht arbeiten, aber es führt Angebot und Nachfrage zusammen. Wo die Tauschhilfe fehlt, stockt der Wirtschaftskreislauf, wo das Geld zirkuliert, anstatt gehortet oder für Spekulationen „missbraucht“ zu werden, erblüht die Ökonomie - eben wie im Märchen!

 

 

 

 

Wirtschaftsförderung in Hohentannen seit 2009

Der Gemeinderat Hohentannen baut im Rahmen des GemeindePOWER-Projektes (Wertschöpfung im Dorf) auf den erfolgreichen Aktionen seit 2009 auf. Um die 90 % haben jeweils den „Hohentaler“-Gutschein eingelöst und damit ein positives Zeichen zur Wertschöpfung in unseren Dörfern in die Schweiz ausgesandt.

In Hohentannen fiel der Rechnungsabschluss 2016 erneut positiv aus. Die Einwohnerinnen und Einwohner sollen darum wiederum am guten Ergebnis teilhaben. Der Gemeinderat will mit dieser sympathischen Aktion die ortsansässigen Gewerbebetriebe unterstützen. Er hat deshalb beschlossen, die Aktion zum 9. Mal durchzuführen und jedem steuerpflichtigen Einwohner einen „Hohentaler“-Gutschein im Wert von Fr. 50.— (50 „Hohentaler“) abzugeben.

„Hohentaler“ erhält, wer im Jahr 2016 die Steuern bezahlt hat und am 1. Juni 2017 noch in der Gemeinde wohnhaft ist. Die steuerpflichtigen Lehrlinge und Schüler – auch wenn sie noch keine Steuern bezahlen müssen – erhalten ebenfalls einen „Hohentaler“.

Die „Hohentaler“-Gutscheine können ausschliesslich beim lokalen Gewerbe (Handwerker, Restaurants und Verkaufsläden) eingelöst werden. Das Gewerbe darf die „Hohentaler“ weiter in Umlauf bringen. Der Gutscheinwert der „Hohentaler“ verfällt am 31. März 2018.

Wer die Idee nicht gut findet – beziehungsweise nicht unterstützen will – muss den Gutschein selbstverständlich nicht einlösen.


 
Zusammenfassung 

Jeder Steuerpflichtige, der im 2016 Steuern bezahlt hat, bekommt 50 Hohentaler geschenkt.

 

 


Hinweise für Gewerbetreibende

Wir empfehlen, falls der Gutschein betragsmässig nicht aufgeht, diesen einzubehalten und auf der Rückseite eine Notiz anzubringen damit der Restbetrag später abgebucht werden kann. Barauszahlungen über Fr. 10.— empfehlen wir nicht, weil sonst der Sinn der Wirtschaftsförderung nicht gegeben ist. 

Bitte bringen Sie Ihren Firmenstempel auf der Rückseite an und bringen den Hohentaler wiederum in den Umlauf. Damit kann festgestellt werden, wie oft der „Hohentaler“ rollt (siehe Hinweis von Volkswirt Lutz Benson in der Dorfziitig vom Februar 2015, Seite 14). Damit erhöhen Sie die Wertschöpfung – und profitieren selber! 

Hohentaler“ dürfen nicht im eigenen Betrieb eingelöst werden! 

Bis spätestens 13. April 2018 geben die Gewerbetreibenden die „Hohentaler“-Gutscheine zusammen mit einem Einzahlungsschein auf der Gemeindekanzlei ab. 

Nach Fristablauf kann für „Hohentaler“-Gutscheine kein Anspruch mehr auf Gegenwert in Schweizer Franken geltend gemacht werden.